Mit Anfang 20 stand ich eines Tages im Buchladen und bekam zufällig das Buch „Die selbstbestimmte Geburt“ von Ina May Gaskin, der weltberühmten Hebamme, in die Hände. Ich war sofort angefixt und verschlang es mit Leib und Seele – es sprach zu mir auf eine Art und Weise, wie ich vorher noch nie erlebt hatte.

Danach war ich vom Thema Geburt nicht mehr loszubekommen – ich las alles, was mir dazu in die Hände fiel, einfach weil es mich brennend interessierte. Geburt fand ich faszinierend, gleichzeitig aber auch übermächtig – was mir auch Angst machte.

Als ich 2014 dann schwanger wurde und den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt, war mein erster und einziger Gedanke „Oh mein Gott, jetzt muss ich eine Geburt machen!“. Ich war zugleich völlig fasziniert und hatte eine Heidenangst davor. Denn auch ich war trotz allem, sehr geprägt von der negativen Konditionierung unserer Gesellschaft.

Auch ich kannte die schrecklichen Bilder von Geburt aus den Medien und die Horrorgeschichten die Frauen sich so erzählen.

Alles in allem war es immer noch ein ziemlich schwarzes Buch mit sieben Siegeln.

Dennoch war ich felsenfest überzeugt, die Geburt meines Kindes völlig aus eigener Kraft, selbstbestimmt und möglichst ohne medizinische Interventionen bekommen zu wollen.

Ich musste nur noch einen Weg finden, dies zu schaffen.

Wie vor jeder großen Prüfung in meinem Leben, stürzte ich mich also in die Vorbereitungen. Ich machte mich gezielt auf die Suche nach positiven Informationen und Austausch mit Menschen, die an die Gebärfähigkeit von uns Frauen glaubten und mir halfen, in meine eigene Kraft zu kommen. Ich las Unmengen von wertvollen Büchern, machte einen Hypnobirthing Kurs. Ich klapperte alle Geburtskliniken und Geburtshäuser im 70km Umkreis ab, um einen tieferen Einblick in die unterschiedlichen „Herangehensweisen“ zu bekommen und fand schließlich eine anthroposophische Klinik, die meinem Wunsch nach einer rein hebammengeleiteten Geburt zustimmte. Ich fand eine Doula, zu der ich eine sichere Vertrauensbasis aufbauen konnte und die so tief an meine Fähigkeit, dieses Kind gebären zu können glaubte, dass ich es auch langsam glaubte.

Es gab mir eine große Sicherheit zu wissen, dass meine Doula nicht von meiner Seite weichen würde, egal was komme.

Als der große Tag kam, war ich dann plötzlich die Ruhe selbst. Gefasst, in mir ruhend, entspannt und stark. Ich konnte plötzlich Kräfte aufbringen, von denen ich noch nie geahnt hatte, dass sie in mir steckten.

Ich war die Löwin, die Kriegerin und die Heeresführerin über alle Galaxien.

So stark fühlte ich mich. Es war ein transzendierendes Ereignis. Ich war danach eine neue Frau.

Das Erlebte lies mich nicht mehr los, schlummerte ruhig bis ich eines Tages draufkam, dass ich dies noch stärker in mein Leben holen wollte. Es reichte nicht mehr, es nur für mich zu wissen, ich wollte Teil etwas Größeren sein.

Ich wünsche mir, dass für ALLE Frauen die Geburt ihres Kindes solch ein kraftgebendes Ereignis ist.

Ich meldete mich zum Doula-Training an und – als ich ankam – wusste sofort „ich war noch nie so sehr zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort“. Es öffneten sich mir Türen zu Welten, von denen ich noch gar nicht wusste, dass ich sie suche. Und es wurden mir Fragen beantwortet, von denen ich noch gar nicht wusste, dass ich sie hatte. Ich war angekommen in meiner Welt.

Dieses Gefühl will ich nun anderen Frauen mitgeben – dass Geburt etwas Starkes ist, etwas Würdevolles und ein Initiationsritus, der zentral im Leben von uns Frauen ist.

Ich will mithelfen, die Geburtskultur in unserer Gesellschaft weiter im Sinne von uns Frauen und unserer Kinder zu verbessern.

Ich will für Frauen da sein, die Begleitung und Unterstützung suchen, die vielleicht in schwierigen Situationen stecken.

Ich weiß, dass Geburt etwas Beängstigendes sein kann und will Frauen unterstützen, damit dieses Ereignis in ihrem Leben ein Positives, Kraftgebendes wird, auf dass sie ihr Leben lang voller Stolz zurückblicken werden.

Alexandra Biedermann

Highlights meines Weges:

Pionierinnen auf ihrem Gebiet und Wegbereiterinnen für Millionen von Frauen –
die wichtigsten Referentinnen, von denen ich lernen durfte

2-tägiger Workshop mit Ina May Gaski

2-tägiger Workshop mit Ina May Gaskin, der berühmtesten Hebamme der Welt, Trägerin des alternativen Nobelpreises

3-tägiges Training mit Debra Pascali-Bonaro

3-tägiges Training mit Debra Pascali-Bonaro, Mitbegründerin von DONA, der internationalen Doula-Vereinigung

9-Monatiges Training bei Angelika Rodler

9-Monatiges Training bei Angelika Rodler, eine der klügsten, wild-weiblichsten und engagiertesten Menschen für die Rechte gebärender Frauen, die ich je kennenlernen durfte (hier im Bild oben in der Mitte - mit den knall-roten Haaren), sowie natürlich meinen wunderbaren Doula-Schwestern, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind

Mitglied bei Doulas-in-Deutschland e.V.

Mitglied bei Doulas-in-Deutschland e.V.

Ich freue mich, wunderbare, kraftvolle Geburten zu begleiten. Zögert bitte nicht, mich anzuschreiben, um mehr über mein Angebot zu erfahren. Ich freue mich auf ein Kennenlernen!

Mein Einsatzbereich ist Villingen, Schwenningen, Villingen-Schwenningen, Bad-Dürrheim, Donaueschingen, Geisingen, Hüfingen, Bräunlingen, Königsfeld, Tuttlingen, Trossingen, Rottweil, Furtwangen, Schwarzwald-Baar Kreis, Singen, Radolfzell und alles zwischen Konstanz, Freiburg und südlich von Stuttgart.